Wie moch ma weiter?

Gesellschaftsklimabündnis initiiert zivilgesellschaftlichen Ratschlag zur Menschenrechtsstadt

Zukunftskonferenz - Wie moch ma weiter - Rathaus Wien - 12. Januar 2016 - Gesellschaftsklimabündnis

Zukunftskonferenz – Wie moch ma weiter – Rathaus Wien – 12. Januar 2016 – Gesellschaftsklimabündnis

Am 12. Jänner 2016 versammelten sich 90 ExpertInnen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Verwaltung im Wiener Rathaus. Angesichts der sich verschärfenden sozialen Spaltung, „wollen wir beraten, wie mehr Menschen in den vollen Genuss ihrer Menschenrechte kommen und Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen können“, so die InitiatorInnen der Konferenz bei der Begrüßung.

Großgruppen-Konferenz

Zunächst skizzierte der Netzwerkforscher Harald Katzmair die aktuellen Herausforderungen: „In der Konkurrenzgesellschaft ist nicht viel Platz für das Ideal eines gelingenden Lebens für alle“. Doch wenn es der Zivilgesellschaft gelinge, einen „produktiven Umgang mit Angst, Ambiguität und Ambivalenz“ zu entwickeln, dann seien neue gesellschaftliche Mehrheiten gegen die Auswirkungen des neoliberalen Paradigmas möglich.

Die Veranstaltung war als Großgruppen-Konferenz gestaltet. Diese Konzeption ermöglicht es großen und heterogenen Gruppen in kurzer Zeit zu konkreten Ergebnissen zu kommen und dabei dem Wissen und den Anliegen aller TeilnehmerInnen gleichermaßen Platz einzuräumen. Dementsprechend umfassend und detailliert erwies sich die Vision, die die TeilnehmerInnen zu einer Menschenrechtsstadt Wien formulierten. Gemeinsamer Tenor: „Eine respektvolle, liberale Gesellschaft, die die organisierte Solidarität hochhält.“ Dazu gehört auch das Wahlrecht für alle, die dauerhaft in dieser Stadt leben.

Daraus leiteten die TeilnehmerInnen Strategien zur Umsetzung im eigenen Alltag ab und entwickelten gemeinsame Projekte zur Verbesserung des gesellschaftlichen Klimas. Für Konzeption und die Moderation zeichnete die systemische Beraterin Ruth Seliger verantwortlich, die solche Methoden seit Jahren in der Organisationsberatung anwendet.

Das Gesellschaftsklimabündnis

Das Gesellschaftsklimabündnis ist ein Zusammenschluss von Organisationen, das sich der Verbesserung des Gesellschaftsklimas auf Basis von Menschenrechten und Pluralismus verschrieben hat. In einer Deklaration bekennen sich die TeilnehmerInnen des Bündnisses dazu, Vielfalt im eigenen Bereich zu fördern. Die Koordination des Bündnisses liegt in Händen von jeweils drei „Leading Partner“:
Derzeit sind das der Presseclub Concordia, der Verein „Projekt Integrationshaus“ und der Verein Wiener Jugendzentren.

Die Deklaration haben außerdem unterzeichnet: Arbeiterkammer Wien, Afro-Asiatisches Institut Wien, asylkoordination österreich, Bundesjugendvertretung, Diakonie Österreich, ENARA, IODO, Interkulturelles Zentrum, Netzwerk Sprachen Rechte, Österreichische Kinderfreunde, SOS Mitmensch, UKI – Unterstützungskomitee zur Integration von Ausländern, Volkshochschule Wien, Volkshilfe Österreich und ZARA – Zivilcourage und Anti- Rassismusarbeit sowie ZARA Training – Gemeinnützige GMBH. Die BündnispartnerInnen veranstalten jährlich am letzten Freitag im April den Gesellschaftsklimatag.